Ernährungspsychologie

Lass los, was dir nicht guttut

Vielleicht denkst du angesichts dieses Spruchs jetzt „ja klar lasse ich los, was mir nicht guttut, alles andere wäre ja auch schön blöd“.

Aber hast du nicht auch schon mal weitergegessen, obwohl du absolut satt warst? Hast du dich nicht auch schon mal trotz Erkältung zur Arbeit gequält, weil irgendetwas unbedingt fertig gemacht werden musste? Oder an Beziehungen, an Freundschaften festgehalten, von denen du wusstest, dass sie dir nicht guttun?

Jetzt fragst du vielleicht: Was ist denn schlimm daran? Wir gehen doch alle mal erkältet zur Arbeit und essen ein bisschen zu viel.

Ich bin inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass in jedem Moment, in dem wir entscheiden, etwas zu tun, was uns nicht guttut, dass das ein Moment ist, wo wir unsere eigenen Bedürfnisse, die Bedürfnisse unseres Körpers, unseres Herzens zurückstellen und etwas tun, was wir – wenn man sich die Situation einmal genau ansieht – gar nicht wollen. Und je öfter wir so etwas tun und je kleiner diese Momente, diese Entscheidungen sind, desto mehr kommen wir zu der Überzeugung, dass das ja okay ist, vielleicht sogar gut ist.

Und je mehr wir dann zu dieser Überzeugung kommen, desto größer werden die Dinge, die wir bereit sind zu ertragen, obwohl sie uns nicht guttun. Wie der Freund, der uns nur ausnutzt, der Partner, der uns unterdrückt.

Auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten und das zu tun, was einem guttut, hat nichts mit Egoismus zu tun. Es hat damit zu tun, sich selbst mit Respekt und Liebe zu behandeln, sich selbst so gut zu schützen und sich so gut um sich selbst zu kümmern, dass man voller Selbstbewusstsein und Freude durchs Leben gehen kann – und andere damit ansteckt.

Wann hast du zuletzt etwas losgelassen, was dir nicht guttut? 🙂

Was denkst du darüber?

Ich freue mich auf deine Meinung und deine Kommentare 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.