Ernährungspsychologie

Essen ist Futter für die Seele

Manchmal muss es eben das Stück Schokolade sein, der Burger mit Pommes oder die Waffeln mit Sahne. Manchmal muss es eben das sein, von dem wir wissen, das es nicht unbedingt gesund ist. Aber warum ist das so?

Essen ist für uns eben nicht nur Nahrungsaufnahme. Es ist nicht nur Energiezufuhr, nicht nur ein rein körperlicher Vorgang. Essen ist viel mehr als das: Es ist Geselligkeit, wenn wir mit anderen zusammenkommen und gemeinsam essen. Es ist Genuss, wenn wir uns unsere Lieblingsspeise gönnen und jeden Bissen auf der Zunge zergehen lassen. Und es ist Seelenfutter, wenn es draußen kalt ist und wir es uns drinnen gemütlich machen, heute einfach nicht unser Tag war, wir Frust loswerden müssen oder uns für etwas belohnen wollen.

Und manchmal da braucht man dieses Seelenfutter eben. Da braucht man dieses kleine Stück Glück und das kann auch nicht durch eine rohe Möhre oder den Salat mit Gurke ersetzt werden. So oft werden in Diäten gerade die Lebensmittel verboten, die für uns Seelenfutter sind und genau diese Verbote sind es, die diese Diäten oft scheitern lassen. Weil wir uns ausgerechnet in unseren schwachen Momenten dieses kleine Stück Glück plötzlich nicht mehr gönnen dürfen. Weil Diäten das Essen oft nur als Nahrungsaufnahme betrachten.

Essen darf auch mal Seelenfutter sein. In Maßen tut es unserer Psyche gut und wenn ich es dazu noch mit Genuss verbinde, dann ist ein schlechtes Gewissen hinterher absolut fehl am Platz. Denn in diesem Moment habe ich mir genau das gegeben, wonach sich sowohl mein Körper als auch meine Seele gesehnt haben und ich war achtsam genug, um dieses Bedürfnis zu erkennen und liebevoll genug, um es zu befriedigen.

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