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Schnell, einfach, abwechslungsreich: Ideen für Frühstück, Mittag- und Abendessen

Sich mit Einschränkungen zu ernähren bedeutet in den meisten Fällen, dass man nun viel selbst kochen muss. Gerade im Berufsalltag, vielleicht sogar zusätzlich mit Kindern, ist das jedoch nicht immer so einfach zu bewältigen und führt zu Stress und Frustration, wenn es nicht so klappt wie man sich das vorgestellt hat. Eine clevere Essensplanung ist hier gefragt, mit der du schnell und einfach deinen Ess-Alltag gestaltest und dich dabei abwechslungsreich und gesund ernährst. Deshalb möchte ich dir hier ein paar Tipps geben, wie du so eine Essensplanung machen kannst und dir leckere Ideen fürs Frühstück, Mittag- und Abendessen mitgeben.

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Die zwei Varianten des Meal-Preppings

Beim Thema Essensplanung denken viele von euch bestimmt direkt an das so genannte Meal Prepping, das ja bereits seit einiger Zeit auch in aller Munde ist. Wo die einen dabei nur an „da stehe ich ja das ganze Wochenende in der Küche“ denken können, ist für die anderen quasi so etwas wie der Heilige Gral.

Die Wahrheit liegt – wie bei so vielem – wohl irgendwo in der Mitte. Meal Prepping kann wirklich Spaß machen und wenn du es richtig anstellst, stehst du auch nicht das ganze Wochenende in der Küche – auch nicht das halbe 😉

Was viele vermutlich nicht über Meal Prepping wissen, ist, dass es 2 verschiedene Varianten davon gibt:

  • Variante 1 ist, dass du ein oder mehrere komplette Gerichte kochst und zwar in so großer Menge, dass du mindestens 2x davon essen kannst bzw. min. 1 Portion davon einfrieren kannst. Das ist das typische Vorkochen und wohl die Variante, die die meisten von euch kennen und die man dann auch mit dem stundenlangen Herumwerkeln in der Küche assoziiert.
  • Es gibt aber noch eine zweite Variante und die funktioniert so: Du kochst auch hier ein ganzes Gericht, kochst aber von einer Komponente dieses Gerichts (in den meisten Fällen ist das die Sättigungsbeilage wie z.B. Nudeln, Reis, Quinoa, Kartoffeln etc.), kochst von dieser Komponente also mehr als du brauchst und kannst – entweder noch am selben Tag oder am Tag drauf, mit dieser Sättigungsbeilage ziemlich schnell noch mindestens ein weiteres, anderes Gericht kochen. In dieser Variante kannst du dir Arbeit ersparen bzw. in kleinere Aufgabenpäckchen einteilen und hast gleichzeitig mehr Vielfalt was die Gerichte angeht.

Welche Variante für dich die bessere ist, hängt wohl von deinem Typ ab. Wenn du jemand bist, der nicht so viel Abwechslung auf seinem Teller braucht und für den es kein Problem ist, ein Gericht 2x hintereinander zu essen, dann ist die erste Variante absolut geeignet für dich. Wobei man hier ja auch dazusagen muss, dass du nicht gezwungen bist, ein Gericht 2x hintereinander zu essen, du kannst es genauso gut einfrieren. In diesem Fall hast du allerdings wieder den Mehraufwand, dass du mindestens 2 Gerichte kochen musst, wenn du zusätzlich Abwechslung haben möchtest.

Wenn du generell mehr der Typ bist, der Abwechslung sucht, dann würde ich dir eher Variante 2 empfehlen – wobei dich natürlich auch niemand daran hindert, mal die eine, mal die andere Variante zu wählen, je nachdem was eben gerade besser in deinen Zeitplan passt.

Zur Variante 1, bei der du einfach ein komplettes Gericht für mehrere Portionen kochst, brauche ich vermutlich nichts weiter erklären. Bei Variante 2, wo du nur von bestimmten Komponenten mehr und daraus dann 2-3 Gerichte kochst, fragst du dich vielleicht, wie genau das aussehen könnte, ohne dass du dann trotzdem stundenlang in der Küche stehst, also habe ich mal ein paar Beispiele für dich herausgesucht.

Beispiele für Meal-Prepping

Nehmen wir mal an es ist Sonntag und du möchtest für die nächste Woche vorkochen. Du hast dir überlegt, dass du was mit Linsen machen möchtest, also kochst du schon mal 3 Portionen Linsen.

Am nächsten Tag möchtest du eine Linsensuppe essen, also verarbeitest du 1 Portion Linsen zusammen mit etwas Süßkartoffel, Möhre, Sellerie, Kokosmilch und Gewürzen weiter zu einer Linsensuppe, die du dann am Montag mit zur Arbeit nimmst.

Am Montag selbst hast du dann noch 2 Portionen Linsen übrig und da die ja eh schon kalt sind, überlegst du dir, dass ein Salat doch ganz passend wäre. Du schneidest also einfach nur noch ein paar Möhren, Paprika, Sellerie und anderes Gemüse deiner Wahl klein oder nimmst Blattsalat mit dazu, zauberst noch ein leckeres Dressing und fertig ist das Gericht für Dienstag.

Am Dienstag hast du dann immer noch 1 Portion übrig und hast nun Lust auf indisch, also kochst du ein bisschen Reis, während du zu den Linsen ein bisschen Tomaten, Tomatenmark, Kokosmilch und leckere indische Gewürze wie Curry dazugibst – und schon ist dein indisches Linsen-Dahl für Mittwoch fertig.

Auf diese Weise hast du sonntags mit der Suppe etwas mehr zu tun, am Montag und Dienstag investierst du aber nur noch ungefähr 20 Minuten ins Kochen und Vorbereiten.

Ein anderes Beispiel:

Statt einer Sättigungsbeilage kochen wir jetzt Gemüse vor, zum Beispiel Kürbis, Lauch und Möhre.

Am Sonntag hast du etwas mehr Zeit, also kochst du Reis, das Gemüse und machst dazu eine Sauce aus Kokosmilch mit asiatischen Gewürzen oder auf Tomatenbasis mit italienischen Gewürzen.

Am Montag pürierst du eine Portion des vorgekochten Gemüses, kochst ein paar Spaghetti, machst das Gemüse-Püree eventuell noch mit etwas Brühe ein bisschen flüssiger und hast die perfekten Nudeln mit Sauce für Dienstag.

Am Dienstag hast du noch einmal Püree übrig, außerdem hast du dir Wraps besorgt, in die du nun das Gemüsepüree schmierst, noch ein bisschen Salat, weiteres Gemüse und vielleicht auch Putenbruststreifen reinsteckst und fertig ist der Wrap für Mittwoch.

Noch ein letztes Beispiel:

Du kochst Süßkartoffeln vor.

Am Sonntag hast du wieder mehr Zeit, pürierst deine fertige Portion Süßkartoffeln und formst sie zusammen mit Ei, Käse und ein paar Gewürzen zu Patties, die du in der Pfanne brätst. Dazu gibt es dann klein geschnittenes Gemüse und Obst, z.B. vorgegarte rote Bete, Avocado, Oliven, noch etwas Feta-Käse – und fertig ist die Süßkartoffel-Bowl.

Am Montag hast du noch Süßkartoffeln übrig, die du in kleine Stifte schneidest, etwas Gemüse noch dazu schneidest und zusammen mit Ei zu einem herzhaften Omelett backst.

Am Dienstag machst du dann aus der letzten Portion Süßkartoffeln noch eine super Sättigungsbeilage für einen Salat oder pürierst auch hier die Süßkartoffeln zusammen mit Kichererbsen, Sesammus bzw. Tahini und ein paar Gewürzen und hast damit ein tolles Süßkartoffel-Hummus kreiert, das der Star für dein Sandwich am nächsten Tag wird.

Der Profi-Tipp fürs Meal-Prepping

Wie du siehst: Die Möglichkeiten sind endlos und so vielfältig, dass du kaum in die Verlegenheit kommen wirst, dass du mal keine Abwechslung auf dem Teller hast. Die Beispiele waren jetzt jeweils für 3 Tage, natürlich kannst du das auch auf 5 Tage ausweiten, sofern du z.B. keine Probleme mit Histamin hast.

Wenn du von einer Histamin-Intoleranz betroffen bist, musst du abwägen wie lange du verschiedene Komponenten aufbewahren kannst, damit du sie noch verträgst. Probiere dich hier aber gerne durch alle Möglichkeiten durch, denn das kann je nach Gemüseart oder Getreideprodukt auch anders sein. Wenn es gar nicht geht, kannst du die einzelnen Komponenten auch einfrieren und jeweils wenn du sie benötigst wieder auftauen.

So ein Meal Prepping machst du dann – wie du dir sicher schon gedacht hast – generell am besten am Wochenende – oder einfach an dem Tag, an dem du sonst immer am meisten Zeit hast.

Ich habe auch noch einen Profi-Tipp fürs Meal-Prepping für dich und der lautet folgendermaßen: Wenn du Saucen aus Gemüse machst, indem du z.B. einfach einen Kürbis zusammen mit Lauch, ein bisschen Kokosmilch und Currypulver kochst und dann pürierst, dann mach immer gleich die doppelte oder dreifache Menge, denn: Solche Gemüsepürees kann man super vielseitig verwenden: Ein bisschen mit Gemüsebrühe verdünnt dient sie dir als Nudelsauce oder Sauce für den Auflauf, als Püree eignet er sich super einfach als Beilage, als Dip, als Brotaufstrich oder für den Wrap und so weiter! Ich habe z.B. auch schon mal ein bisschen von so einem Gemüsepüree als geschmacksgebende Zutat in der Ei-Masse für eine Quiche-Füllung benutzt, also sowas ist wirklich total vielseitig und kann natürlich auch eingefroren werden, wenn du aktuell keine Verwendung dafür hast.

Gute Gerichte zum Einfrieren

Wer viel Platz in seiner Gefriertruhe hat und gerne auf selbstgemachte Tiefkühlgerichte zurückgreift, für den habe ich jetzt noch ein paar allgemeine Tipps für Gerichte, die man gut vorbereiten kann, die viele Portionen ergeben und die sich super zum Einfrieren eignen.

Fangen wir an mit den Klassikern: Suppen, Eintöpfe und Aufläufe sind quasi der Standard unter den Tiefkühlgerichten. Was sich aber auch super zum Einfrieren eignet sind Quiches, Tartes, Tortillas, Frittatas, selbstgemachte Pizza und Flammkuchen oder auch nur der Teig davon sowie herzhafte Muffins. Auch indische Dahls, asiatische Curry-Gerichte und mexikanisches Chili con oder sin Carne eignet sich hervorragend zum Einfrieren.

Und das Beste an all diesen Gerichten ist, dass sie in einer quasi unendlichen Anzahl an Möglichkeiten gestaltet werden können. Allein bei den Aufläufen kannst du Nudeln, Reis, Quinoa, Kartoffeln, Brötchen, Dinkel, Polenta, usw. als Basis nehmen und dann verschiedenste Gemüsesorten, Fleischsorten und Fischarten variieren, ebenso die Saucen. Du kannst Aufläufe mit Käse überbacken, mit einer Haferflocken-Kruste versehen, Streusel obendrauf machen usw. Die Kombinationsmöglichkeiten sind endlos.

Ganz im Sinne des Meal Preppings mit Komponenten und für die Fans der Abwechslung unter euch kann man aber auch total gut eben nur einzelne, fertig gegarte Komponenten einfrieren, also z.B. Saucen, Dips, gegartes Gemüse, Fleisch, Fisch, auch selbst gemachte Bratlinge, die du mal einfach nur so mit einem Dip essen kannst oder dir schnell ein Brötchen dazu auftaust oder kaufst und dir so mit ein bisschen Salat, Gemüse, einem Frischkäse oder Gemüseaufstrich ganz einfach und schnell einen Burger zauberst.

Diese Lebensmittel eher nicht einfrieren

Zum Thema Einfrieren noch ein kurzer Exkurs, was man besser nicht einfrieren sollte, denn nicht alle Lebensmittel eignen sich gleich gut zum Einfrieren:

  1. Rohe Blattsalate: Sie werden wegen ihres hohen Wassergehalts, matschig und sind roh dann nicht mehr genießbar.
  2. Rohe Kartoffeln: Sie verlieren nach dem Auftauen an Konsistenz, werden matschig und schmecken ungewöhnlich süß.
  3. Verschiedene Käsesorten: Weichkäse wird nach dem Auftauen matschig, Frischkäse flockt aus und Hartkäse eignet sich danach nur noch zum Überbacken. Als Zutat innerhalb eines fertigen Gerichts ist Käse jedoch kein Problem.
  4. Wasserreiches Obst und Gemüse wie z.B. Tomaten, Gurken, Rettich, Trauben, Melonen, Beeren und Südfrüchte: Sie werden nach dem Auftauchen matschig, zumindest wenn du sie unverarbeitet einfrierst. In fertigen Speisen sind sie wiederum kein Problem.
  5. Eier: roh kann die Schale platzen, gekochte Eier werden gummiartig. Gut einfrieren kann man aber aufgeschlagene rohe Eier, die man dann noch zum Kochen und Backen verwenden kann.
  6. Milchprodukte mit hohem Fettanteil wie z.B. Vollmilch, Sahne, Sauerrahm, teils auch Joghurt und Quark je nach Fettgehalt: Sie flocken aus und bekommen eine grießartige Konsistenz. Untergemischt in andere Speisen ist das aber kein Problem.
  7. Frischer Knoblauch: Er verliert stark an Geschmack und Aroma.
  8. Gelatine-Speisen wie z.B. Pudding, Gelees und Torten: Hier geht die Bindung verloren und die Creme wird flüssig.

Ein Profi-Tipp noch fürs Einfrieren: Wenn du die fertige Speise, die du einfrieren willst, zuerst in eine eckige Dose gibst und darin einfrierst, kannst du sie später in eine Tüte umfüllen. Das hat den Vorteil, dass du Platz im Gefrierfach sparst und gleichzeitig die Speisen gut stapeln kannst.

Ideen für's Frühstück

Der Titel dieses Artikels lautet ja „schnell, einfach, abwechslungsreich – Ideen für Frühstück, Mittag- und Abendessen“ – bisher haben wir uns allerdings eher ums Mittagessen gekümmert, das bei den meisten von euch sicher das Hauptproblem darstellt. Aber auch für’s Frühstück und Abendessen möchte ich noch ein paar Ideen teilen, mit denen ihr ganz schnell, einfach und abwechslungsreich leckere Gerichte auf den Teller bringt.

Fangen wir mit dem Frühstück an:

Den Klassiker, das Müsli, kennen wir alle, das muss ich nicht weiter erklären. Aber wusstest du, dass du nicht nur das Obst, die Nüsse, Kerne und Samen, das Granola, die Kokosraspel oder was du sonst noch so gern ins Müsli tust variieren kannst, sondern auch die Milch, die Flocken und die Gewürze? Probier doch einfach mal statt Milch einen leckeren Hafer-, Reis- oder Mandeldrink aus, das gibt dem Müsli direkt einen ganz anderen, süßeren Geschmack und du sparst dir vielleicht den Zucker oder den Honig, den du zusätzlich einstreust. Neben Haferflocken gibt es dann noch Weizenflocken, Dinkelflocken, Reiflocken, Hirseflocken, Lupinenflocken und so weiter, schau da am besten mal im Biomarkt, die haben oft eine große Auswahl. Was die Gewürze angeht, ist Zimt wohl der Klassiker, aber probier doch auch mal Kardamom, Vanille oder eine Prise Nelken – oder alles zusammen. Im Winter schmeckt auch Müsli mit Spekulatius- oder Lebkuchen-Gewürz sehr lecker.

Weiter geht’s mit dem Porridge bzw. den Overnight Oats, also dem Müsli, das entweder mit der Milch zusammen kurz gekocht und dann warm gegessen wird oder das über Nacht kalt in der Milch eingeweicht wird. Auch hier kannst du dieselben Variationen vornehmen wie beim Müsli und dir das Frühstück so ganz abwechslungsreich gestalten.

Wenn du von Müsli nichts hältst, dann isst du bestimmt ein Brot oder Brötchen zum Frühstück. Auch da kannst du prima variieren, indem du nicht nur den Aufschnitt oder Aufstrich wechselst, sondern auch mal das Brot bzw. Brötchen. Oder du isst eben statt Brot mal Brötchen. Wenn du deine Brote und Brötchen selber backst, nimm dir doch für ein Wochenende mal vor, gleich zwei verschiedene Brote zu backen und sie portionsweise einzufrieren, dann kannst du immer variieren. Und allein an Brotsorten gibt es ja in Deutschland sage und schreibe über 3.200.  Das dauert eine Weile, bis man sich da mal durchprobiert hat 😉 Wenn dich eher der Belag auf deinem Brot stört, dann probier doch mal ungewöhnlichere Aufstriche, mach dir zum Beispiel deinen eigenen Gemüseaufstrich mit deinem Lieblingsgemüse, pack ein gekochtes Ei drauf, verfeinere dein Brot mit Sprossen, einer Scheibe Gurke und Tomate, leg Avocado-Scheiben drauf oder mach dir ein süßes Frühstück mit Apfelspalten und Zimt, Erdnussmus und Banane oder Ziegenkäse mit Birnenscheiben und Walnüssen. Gestalte dir dein Brot oder Brötchen so wie du es beim Bäcker oder bei einer Feier vom Caterer bekommen würdest, mit Salatblatt und kleiner Deko. Denk einfach dran, dass das Auge mitisst.

Eine weitere Frühstücksalternative wäre ein Omelett, das du auch nach Belieben bloß mit Kräutern, aber auch mit allerlei Gemüse füllen kannst und was ebenfalls ziemlich schnell geht. Champignons, getrocknete Tomaten, Spinat, Feta, Zucchini, Paprika, Avocado, Lachs – der Fantasie sind hier wieder keine Grenzen gesetzt.

Auch noch eine Idee, die man auch super vorbereiten kann: Frühstücksmuffins. Das sind im Grunde herzhafte Muffins, die du auch wieder nach Belieben mit Gemüse, Käse, Fisch oder auch Fleisch füllen kannst und das Gute ist, dass du sie eben auch einfrieren und nach Bedarf und Geschmack auftauen kannst.

Wenn du gar nicht so der Frühstückstyp bist, dann wäre vielleicht ein Smoothie genau das richtige für dich. Mixe hier einfach deine Lieblingsobst- und Gemüsesorten zusammen und starte so mit einer guten Portion Vitamine in den Tag. Oder du machst dir eine Smoothie-Bowl, da füllst du im Grunde den Smoothie bloß in eine Müslischale und fügst Haferflocken, Kokosraspel, Nüsse, Samen, Kerne, Beeren, Granola und alles, was dein Herz sonst noch begehrt, als Topping obendrauf und fertig! Auch da gibt es unendlich viele Variations- und Kombinationsmöglichkeiten.

Wie du siehst, gibt es unzählige Ideen fürs Frühstück, die sich in der Regel auch für jede Unverträglichkeit und Intoleranz abwandeln lassen, schau da einfach mal im Internet, z.B. bei Pinterest, Instagram oder in Blogs nach Rezepten, da wird dir schon vom Anschauen der Bilder das Wasser im Mund zusammenlaufen, das verspreche ich dir! 🙂

Ideen für's Abendessen

Verlassen wir nun aber mal das Frühstück und kommen zum Abendessen:

Auch hier kannst du viel Variation reinbringen.

Erstmal kannst du natürlich alle Gerichte, die du sowieso in mehreren Portionen für mittags gekocht hast, auch abends noch essen. Entweder zum zweiten Mal an diesem Tag oder einmal als Mittag-, am nächsten Tag als Abendessen oder in noch größeren Zeitabständen, indem du es einfach einfrierst und dann auftaust, wenn du mal wieder Lust darauf hast. Gerade im Winter sind Suppen und Eintöpfe am Abend schön wärmend und oft läutet so eine Kürbissuppe bei mir so richtig die Herbstzeit ein.

Wenn du aber noch mehr Abwechslung willst und nicht lange am Herd stehen möchtest, dann habe ich noch folgende Ideen für dich:

Zunächst mal: Brot. Das kannst du genauso variabel halten wie in der Frühstücksversion mit den Brötchen, also sowohl die Brotsorte als auch den Aufstrich immer wieder abwechseln. In dieselbe Richtung geht dann die Idee, abends einen Wrap zu essen. Den kannst du sowohl mit kalten Zutaten wie Salat, Gemüse, Käse, Putenbruststreifen, Räucherlachs usw. füllen, du kannst aber auch warme Komponenten hinzufügen wie z.B. Falafelbällchen oder Linsen, die du vielleicht noch als Portion vom Mittagessen übrighast. Auch den Dip innendrin kannst du total variieren: Sourcream, Kräuterbutter, Nussmus, Gemüseaufstriche – auch hier ist der Fantasie wieder keine Grenzen gesetzt. Aufpeppen kannst du deinen Wrap auch noch mit Sprossen, Samen, Kernen oder auch Weintrauben, Rosinen und anderem Trockenobst.

Auch ein Salat lässt sich unendlich variieren: Zum Beispiel braucht Salat nicht unbedingt den klassischen Blattsalat, du kannst auch mal Spinat oder Mangold als Basis nehmen oder diese Komponente ganz weglassen. Gemüse, Obst, Käse, Samen, Nüsse, Kerne machen sich hier genauso gut wie Trockenobst, Sprossen und verschiedenste Kräuter und Gewürze. Was geschmacklich ebenfalls viel ausmacht ist das Dressing, das du nicht nur als klassische Essig-Öl-Kräuter- oder Joghurt-Kräuter-Variante zubereiten musst, sondern z.B. auch mit Sesammus bzw. Tahini oder sogar wieder mit einem deiner Gemüsepürees, die du mit wenig Wasser etwas verdünnst und so ein tolles Dressing kreieren kannst.

Wer es abends lieber warm mag, für den könnte Ofengemüse eine tolle und schnelle Möglichkeit sein. Das Gemüse deiner Wahl einfach in Streifen schneiden, eventuell noch Kartoffel oder Süßkartoffel als Sättigungsbeilage mit dazu schneiden und dann kommt es vor allem auf die verwendeten Gewürze an. Du kannst es orientalisch halten mit Curry- oder anderen Gewürzmischungen, du kannst es italienisch halten mit Oregano, Thymian, Basilikum, Majoran und Rosmarin. Du kannst das in Öl gewendete Gemüse auch noch in Sesamsamen wälzen und Paprika obendrauf streuen, du kannst dem Gemüse eine leichte Panade geben, indem du es in Maisgrieß wendest. Beschäftige dich hierbei am besten ein bisschen mit guten Kombinationen von Gewürzen und die Möhre, die du am Montag isst, wird am Dienstag mit ganz anderen Gewürzen wieder ganz anders schmecken.

Auch die herzhaften Muffins oder das Omelett, das ich dir bereits beim Frühstück vorgestellt habe, wären am Abend eine gute Idee.

Hier noch ein Profi-Tipp für all diese Frühstücks- und Abendessen-Ideen: Wenn du nicht möchtest, dass dir dein Essen langweilig wird, dann vermeide es, dass du dir aus all diesen Ideen nur eine heraussuchst und diese als künftigen Standard immer wieder abwandelst. Besser ist es, dir direkt 2-5 Ideen herauszusuchen und diese täglich, alle 2 Tage oder auch wöchentlich oder alle 2 Wochen zu variieren, je nachdem wie viel Abwechslung du brauchst. Du kannst z.B. auch einen Standard für unter der Woche und einen fürs Wochenende festlegen. Der Vorteil an so einem Standard-Essen ist, dass es dir bei der Zubereitung irgendwann so in Fleisch und Blut übergeht, dass sie ganz fix fertig sind und du gar nicht mehr groß darüber nachdenken musst. Gleichzeitig kannst du sie aber eben total variabel und abwechslungsreich gestalten.

Ein konkretes Beispiel

Vielleicht ist ja für den ein oder anderen noch ein konkretes Beispiel interessant, deshalb erzähle ich dir gern noch, wie mein Ess-Alltag momentan so aussieht:

Zum Frühstück gibt es bei mir unter der Woche immer Porridge. Ich mische dafür Haferflocken mit verschiedenem Milch-Ersatz wie Hafermilch, Reismilch oder Sojamilch, füge noch Leinsamen, gemahlenen Mohn, einen Teelöffel Leinöl, Kurkuma und Zimt hinzu und koche das Ganze mit täglich variierendem Obst auf und lasse es quellen. Dann kommen noch ein bisschen Granola und wechselnde Nusssorten obendrauf und fertig ist mein perfekter Start in den Tag.

Am Wochenende mache ich dann oft etwas anderes: entweder esse ich ein Brötchen, mache mir Pancakes, eine Smoothie-Bowl, probiere etwas ganz Neues aus oder bleibe bei meinem geliebten Porridge, nehme aber eine Obstsorte, die ich mir selten gönne oder die es nur saisonal gibt wie z.B. Kaki, Mango oder Papaya.

Mittags nehme ich oft etwas Vorbereitetes vom Vortag mit und mache es mir warm. Das ist genau die Mischung aus Gerichten, die ich auch schon vorgestellt habe, also Nudelgerichte, Aufläufe, Eintöpfe, Suppen, Pizza, Quiche, Tarte, Reisgerichte wie Dahls, Currys usw. Manchmal habe ich am Vortag nichts gekocht, dann nehme ich entweder ein fertiges Gericht aus der Gefriertruhe oder einzelne Komponenten eines Gerichts und koche dann frisch dazu noch Nudeln, Reis oder eine Sauce, je nach Ausgangsprodukt.

Abends gibt es bei mir in den wärmeren Monaten standardmäßig Brot, das ich selbst backe und da auch möglichst oft variiere. Aufs Brot kommen dann Käse, Gemüseaufstriche, Reste von Gemüsepürees, Gurke, Tomate, Ei, Avocado, Sprossen – worauf ich eben gerade Lust habe. Auch Wraps mag ich sehr gern und variiere sie mit allen möglichen Inhalten. In den kälteren Monaten esse ich meist Eintopf oder Suppen zum Abendessen. Aber auch Ofengemüse kommt bei mir oft auf den Teller.

Der Grund, warum ich gerade abends vergleichsweise wenig Variation brauche ist wohl der, dass ich schon morgens und mittags sehr viel Abwechslung reinbringe und abends oft auch froh bin, wenn ich einfach nur schnell ein Brot auf den Teller legen und den Aufstrich aus dem Kühlschrank holen muss.

Alles klar?

Konnte ich dir mit diesem Artikel weiterhelfen? Dann freue ich mich über einen Kommentar! 🙂 Gerne kannst du dort auch weitere Tipps für schnelle, einfache und abwechslungsreiche Gerichte teilen! Und wenn du jemanden kennst, den genau dieses Thema gerade interessieren könnte, dann teile doch einfach diesen Artikel oder die Podcast-Folge mit ihm oder ihr 🙂

Sind noch Fragen offen geblieben? Dann schreib sie mir gerne in die Kommentare oder schick mir eine E-Mail.

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