Bauchgeschichten: Julia teilt ihre Erfahrungen mit Histaminintoleranz
Podcast

Bauchgeschichten #1: Julia von happywithouthistamin

Und schon wieder ein neues Format! In den „Bauchgeschichten“ erzählen Betroffene von Intoleranzen und Unverträglichkeiten ihre Geschichten und teilen ihr wertvolles Wissen, das man häufig nur aus Erfahrung lernt: Wie organisiert man am besten seinen Alltag? Welche Strategien, Methoden und Mittel helfen wirklich und was sollte man auf jeden Fall vermeiden?

Im ersten Interview mit Julia von @happywithouthistamin sprechen wir über ihren Weg zur Diagnose Histaminintoleranz, was ihr damals am meisten geholfen hat, welche Entspannungstechniken sie anwendet und wie sie ihren Alltag organisiert. Hör also unbedingt in die Pocast-Folge rein und profitiere von Julias wertvollen Erfahrungen!

Höre hier die Bauchgeschichte von Julia:

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Steckbrief von Julia mit Restaurant-Tipps und Lieblingsrezept

Julia von @happywithouthistamin

Wie heißt du, wie alt bist du und was möchtest du sonst noch über dich erzählen?

Ich heiße Julia, bin 28 Jahre alt und wohne mit meinem Mann in Bonn.

Ich arbeite als Sachbearbeiterin im Kundendienst für einen Logistikkonzern.

In meiner Freizeit mache gerne Kraftsport und habe kürzlich das Joggen für mich entdeckt.

Außerdem habe ich durch meine Unverträglichkeit meine Vorliebe fürs Backen und Kochen entdeckt.

Welche Intoleranz oder Unverträglichkeit hast du und mit welchen Symptomen hast bzw. hattest du zu kämpfen?

Ich habe eine Histaminintoleranz und Milcheiweißunverträglichkeit. Meine schlimmsten Symptome waren meine schlechte Haut, Antrieblosigkeit, Halsschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl und Schlafstörungen. Ich habe mich ca. 2 Jahre lang sehr schlecht gefühlt, das aber immer auf Stress im Job geschoben, ich habe zu keinem Zeitpunkt daran gedacht das die Probleme – außer die meiner Haut – von Lebensmitteln kommen könnten.

Welche 3 Dinge hast du aufgrund dieser Intoleranz über dich gelernt?

  1. Dass ich gerne backe und koche. Vorher habe ich sehr eintönig gegessen und war sehr im Fitnesswahn, dadurch habe ich meinen Körper sehr gestresst, was meiner Meinung nach dann zu den Unverträglichkeiten geführt hat. Vor allem der übermäßige Verzehr von Quark und Proteinpulvern hat wohl zu meiner Milcheiweißunverträglichkeit geführt
  2. Ich habe gelernt, dass es sehr wichtig ist auf seinen Körper zu hören, da dieser einem sehr gut sagt was gut und schlecht ist
  3. Dass mein Körper Ruhe braucht, um die Akkus wieder aufzuladen. Man kann und muss nicht immer volle Power geben.

Welche 3 Tipps haben dir geholfen, deinen Alltag mit Histaminintoleranz zu erleichtern?

  1. Mir hat damals der Blog „Natalies Cuisine“ von Natalie Gleitmann geholfen, ebenso wie ihr Kochbuch und ihre Instagramseite. Sie hat mir echt geholfen, dass alles positiv zu sehen und habe gemerkt und das es für alles Alternativen gibt.
  2. Auch der Blog „kochtrotz“ und “leben-mit-ohne” haben mir damals gehofen.
  3. Aber mit der wichtigste Tipp ist meiner Meinung nach, sich nicht in zu negativen Gedanken zu verlieren. Klar, es wird eine Umstellung, aber der Kopf macht viel aus. Man sollte sich lieber vor Augen halten, was man alles essen darf und nicht, was man nicht essen darf. Sonst stresst man sich unnötig und das ist leider ja auch ein Trigger für das Histamin im Körper.

Was ist dein aktuelles Lieblingsrezept?

Mein absoluter Lieblingskuchen war schon immer alles mit Apfel und dieser Kuchen ist histaminarm, lecker und einfach in der Zubereitung.

Apfelkuchen Rezept:

Für den Mürbeteig benötigt ihr:

  • 350g Dinkelmehl
  • 2 Wachteleier
  • 100g Zucker
  • 200g Margarine
Histaminarmer Apfelkuchen

Alles miteinander vermischen und gut durchkneten, mit dem Knethaken oder auch den Händen. Wenn der Teig gut durchgeknetet ist, formt ihr eine Kugel draus und wickelt ihn in Frischhaltefolie, um ihn dann zum Kühlen in den Kühlschrank zu legen,

In der Zeit wo der Teig kühlt, bereitet ihr die Füllung vor.

Für die Füllung benötigt ihr:

  • 4 große Äpfel
  • 2 EL braunen Zucker
  • 20g gehackte Mandeln
  • Eine Handvoll Rosinen (wenn ihr sie nicht mögt, schmecken auch Datteln super)
  • Etwas Zimt

Zunächst die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Gebt die geschnitten Äpfel in eine Schüssel und gebt den braunen Zucker, die Mandeln, die Rosinen und den Zimt dazu und vermischt alles miteinander.

Jetzt benötigt ihr eine Springform, diese fettet ihr mit Margarine ein und holt den Teig aus dem Kühlschrank. Rollt dann ein Drittel vom Teig mit Hilfe eines Nudelholzes aus, mit diesem könnt ihr dann die Springform auslegen. Als nächstes gebt ihr die Apfelmischung hinzu. Rollt dann den Restteig aus und schneidet ihn in Streifen, aus den Streifen bildet ihr dann über dem Kuchen ein Gitter. Ihr könnt jetzt noch, wenn ihr möchtet, das Gitter mit etwas Pflanzenmilch bestreichen und noch braunen Zucker drüberstreuen, so karamellisiert der Teig beim backen dann.

Wenn ihr damit fertig seid, kommt der Kuchen in für 30-45 Min. in den vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken!

Hast du einen Restaurant-Tipp für deinen Wohnort, wo man auch für deine Intoleranz etwas bekommt?

Allgemein kann ich „Dean and David“ empfehlen, da man sich dort leckere Salate selber zusammenstellen kann. “Hans im Glück” geht auch wenn man den “Brotlosen Bürger” bestellt. Diese Restaurants gibt es ja meist in allen größeren Städten.

In Bonn gehe ich gerne zu „Safinca“ ein spanisches Restaurant, hier esse ich gerne Lachs mit Rosmarinkartoffeln.

Hast du noch einen Buch- oder Filmtipp zum Thema Ernährung/Gesundheit?

Ich kann das Kochbuch „Happy Healthy Food“ empfehlen, dort gibt  histaminfreie, glutenfreie und laktosefreie Rezepte. Perfekt für den Anfang, da neben den Rezepten auch allgemeine Infos zu den Unverträglichkeiten drinstehen.

Wo kann man dich in den sozialen Netzwerken finden und was zeigst du dort?

Ihr findet mich auf Instagram als „Happywithouthistamin“, dort teile ich Rezepte und Berichte über mein Leben mit meinen Unverträglichkeiten. Ich gebe dort Tipps wie man trotz Unverträglichkeit das Leben genießt. Außerdem zeige ich dort Neuentdeckungen aus dem Supermarkt, die ich trotz Unverträglichkeiten essen kann. Ich beantworte dort auch gerne Fragen und gebe Betroffenen Hilfestellung, die ihre Diagnose erst kürzlich bekommen haben oder allgemeine Fragen haben.

Bauchgeschichten: Julia teilt ihre Erfahrungen mit Histaminintoleranz

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