Ernährungspsychologie

Nichts macht uns so einsam wie unsere Geheimnisse

Früher habe ich mich dafür geschämt, wenn es mir bei Freunden wegen irgendwas, was ich gegessen hatte, schlecht ging, und Ausreden gesucht, wenn es um gemeinsame Restaurantbesuche oder eine Essenseinladung bei Freunden ging, wo ich wusste, dass ich dort nichts finden würde, was ich gut vertrug.

Ich habe sogar mal mein eigenes Essen zu einer Geburtstagsfeier mitgebracht, ohne zu bedenken, dass ich ohne Erklärung dem Gastgeber vielleicht vor den Kopf stoße, wenn ich meine Suppe auspacke, während alle anderen fröhlich den leckeren Auflauf genießen.

Aber irgendwann wurde mir klar, dass andere Menschen mir eben auch nur bis vor die Stirn gucken können. Sie wissen nicht, was in mir vorgeht, können nicht erahnen, welche Ängste und Sorgen es auslöst bei einer so simplen Sache wie einer Essenseinladung.

Also begann ich, offener zu sein. Über meine Unverträglichkeiten zu sprechen. Und plötzlich ergaben sich für vorher so kompliziert scheinende Dinge ganz einfache Lösungen: Gastgeber fragten mich vorher, ob ich dies oder jenes vertrage, ich brachte meinen eigenen verträglichen Beitrag zu einem Buffet mit, lud Freunde zu mir für ein bestimmtes Gericht zum Essen ein, klärte den Kellner über meine Unverträglichkeit auf und bat um Empfehlungen.

Ich machte kein Geheimnis mehr aus meinen Unverträglichkeiten und fühlte mich plötzlich viel weniger als Außenseiter, als „schwierig“ und „kompliziert“, als gesellschaftlich inkompatibel.

Wie viele Menschen aus deinem Umfeld wissen über deine Unverträglichkeiten und Intoleranzen Bescheid?

Was denkst du darüber?

Ich freue mich auf deine Meinung und Kommentare 🙂

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