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Wissenshäppchen: Mikrobiom & Darmflora

Was genau hat es eigentlich mit dem (Darm-)Mikrobiom auf sich? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich tiefer in Recherchen zum Thema Probiotika und Präbiotika abgetaucht bin. Dabei bin ich über sehr viele spannende Fakten gestoßen, die ich hier nun gern mit dir teilen möchte. Wusstest du zum Beispiel, dass unser Mikrobiom schon kurz nach unserer Geburt entsteht? Über das und noch viel mehr spreche ich in der neuesten, kurzen und knackigen Wissenshäppchen-Folge!

In dieser Folge erfährst du …

… was das (Darm-)Mikrobiom eigentlich ist.
… wie es entsteht.
… welche Bedeutung es für uns Menschen hat.
… ob Mikrobiom und Darmflora dasselbe sind.

Jetzt in die Podcast-Folge reinhören:

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Die wichtigsten Erkenntnisse zum Thema Mikrobiom aus dieser Podcast-Folge:

  • Mit den Begriffen “Darmmikrobiom” und “Darmflora” meint man dasselbe, die Bezeichnung „Darmflora“ ist allerdings veraltet, da sie unpräzise ist. Das Wort flora bedeutet „Pflanzen“ und inzwischen weiß man, dass unsere Darmflora eben nicht aus Pflanzen, sondern aus kleinen Mikroorganismen bzw. Bakterien besteht. Der korrekte Begriff ist also Mikrobiom und in der Mehrzahl Mikrobiota.
  • Das Mikrobiom besteht aus Mikroorganismen bzw. Bakterien. Sie besiedeln unter anderem Magen, Dünn- und Dickdarm. Wir haben in unserem gesamten Verdauungstrakt mehr als 10-mal so viele Mikroorganismen wie wir überhaupt Körperzellen haben. All diese Mikroorganismen machen einen Anteil von 1,5 kg an unserem Körpergewicht aus.
  • Der Dickdarm ist bisher am besten erforscht. Man kennt hier etwa 400 Bakterienarten, schätzt aber, dass es noch etwa 1.000-2.000 unbekannte Arten gibt.
  • Das interessanteste an der Mikrobiom-Forschung ist, dass man herausgefunden hat, dass sich das Mikrobiom bei jedem Menschen unterscheidet. Es haben also niemals zwei Personen exakt dasselbe Mikrobiom. Das gilt einerseits für die Anzahl der Bakterienarten, die z.B. im Dickdarm leben, und andererseits auch für die jeweilige Menge.
  • Man hat herausgefunden, dass ein besonders vielfältiges Mikrobiom, also besonders viele verschiedene Stämme von Bakterien, sehr gesund für unseren Körper ist.
  • So entsteht das Mikrobiom im Verdauungstrakt: Solange wir im Mutterleib und noch nicht geboren sind, ist unser Darm keimfrei, hier leben also keine Bakterien. Die Besiedlung unseres Verdauungstraktes mit Bakterien beginnt erst mit der Geburt, wenn wir das erste Mal das Fruchtwasser und die dort angesiedelten Bakterien unserer Mutter in den Mund bekommen. Anschließend entwickelt sich das Mikrobiom mit der Ernährung. Sobald wir zum ersten Mal gestillt werden, gelangen über die Muttermilch Bakterien in unseren Magen und Darm, die sich dort ansiedeln. Hauptsächlich sind das die sogenannten Bifidobakterien, die sich von der Milch ernähren.
  • Das Mikrobiom von Babys sieht bei allen noch relativ gleich aus. Erst, wenn dann die Beikost eingeführt und später nicht mehr gestillt wird, entwickelt sich ein ganz individuelles und auch vielfältigeres Mikrobiom.
  • So hilft das Darmmikrobiom unserem Körper:
    • Die Bakterien im Darm helfen uns bei der Verdauung. Sie übernehmen dabei eine wichtige Aufgabe, denn sie kümmern sich um vieles, was wir gar nicht verdauen können, und zwar bestimmte Ballaststoffe. Die Bakterien zersetzen diese Ballaststoffe und produzieren dabei Fettsäuren, die wiederum wichtig für unsere Schleimhaut im Darm ist, damit die schön geschmeidig bleibt und der Nahrungsbrei gut durchrutschen kann. Das ist vor allem auch deshalb wichtig, weil sich sonst krankmachende Keime wie z.B. Salmonellen dort ansiedeln könnten. Indem die Bakterien also die Fettsäuren produzieren, halten sie die Schleimhäute intakt und bieten somit Schutz vor Infektionen.
    • Die Bakterien schützen uns aber auch noch auf andere Weise vor Krankheiten, sie bilden nämlich selbst Stoffe mit antimikrobieller Wirkung, die also gegen krankmachende Bakterien kämpfen oder entzündliche Prozesse in Gang bringen könnten. Und darüber hinaus bauen sie auch gefährliche Giftstoffe ab, z.B. solche, die Krebs machen können.
    • Die Bakterien können zudem auch noch Schutzstoffe aktivieren, die unseren Körper wiederum ebenfalls gegen Krankheiten schützen.
    • Wenn die Bakterien Ballaststoffe zersetzen, entstehen nicht nur Fettsäuren, sondern auch Vitamine, z.B. Vitamin K oder B12. Diese werden direkt von unserem Körper aufgenommen.
    • Das Mikrobiom kann aber auch in Kontakt mit unseren Zellen treten, zum Beispiel Immunzellen, die also für unser Immunsystem verantwortlich sind. Das Mikrobiom ist also auch daran beteiligt, die Entwicklung unseres Immunsystems voranzutreiben.

Wenn du mehr Hintergründe und Details zu diesem Thema wissen möchtest, dann hör in die oben im Player angezeigte Podcast-Folge rein 🙂

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Bis bald und denk immer dran:

Du bist kostbar, du bist wertvoll, also sei liebevoll zu dir selbst.

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Quellen

Die meisten Infos aus der Podcast-Folge stammen aus dem theoretischen Unterricht meiner Ausbildung zur staatlich anerkannten Diätassistentin. Darüber hinaus wurden noch folgende Quellen hinzugezogen:
De Groot, Hilka (2019): Ernährungswissenschaft.
Webseite der International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP)

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