Mediterrane Ernährung verändert Darmmikrobiom
Ernährungsfakten

Studie: Mediterrane Ernährung verändert das Darmmikrobiom

Eine mediterrane Ernährung verändert das Darmmikrobiom – positiv! Dieses Ergebnis einer Beobachtungsstudie haben Forscher kürzlich in der britischen Fachzeitschrift „Gut“ veröffentlicht. 1 Jahr lang ernährten sich insgesamt 612 Menschen im Alter von 65 bis 79 Jahren aus fünf Ländern entweder so wie immer oder sie aßen eine mediterrane Kost („NU-AGE-Diät“).

Ergebnisse der Studie

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

  1. Mediterrane Ernährung wirkt sich positiv auf die Diversität der Darmflora aus.
  2. Damit verlangsamt sie das Fortschreiten vom körperlicher Gebrechlichkeit und geistigem Verfall.
  3. Alter und Körpergewicht hatten keinen nachweisbaren Einfluss auf das Mikrobiom.

Erläuterung der Ergebnisse

Ein paar erklärende Worte hierzu:

Die Diversität unserer Darmbakterien ist wichtig für unsere Gesundheit, denn mit möglichst vielfältigen Bakterienstämmen in unserem Darm stehen weniger schädliche Entzündungsprozesse im Körper in Zusammenhang. Durch weniger schädliche Entzündungsprozesse wiederum verbessert sich auch die Gebrechlichkeit und die Gehirnfunktion. Dass Entzündungsprozesse zunehmen und Körperfunktionen sich verschlechtern ist ein normaler Prozess mit fortschreitendem Alter. Eine mediterrane Ernährung kann dem somit scheinbar Einhalt gebieten.

Diese positiven Effekte werden vor allem der erhöhten Zufuhr an Ballaststoffen, den Vitaminen C, B6 und B9, den Mineralstoffen Kalium und Magnesium sowie den Spurenelementen Eisen, Mangan und Kupfer zugeschrieben.

Wie sieht eine mediterrane Ernährung aus?

Eine mediterrane Ernährung ist reich an Obst, Gemüse, Nüssen, Hülsenfrüchten, Olivenöl und Fisch und arm an rotem Fleisch (z.B. Rind und Fleisch) und gesättigten Fetten (z.B. Butter, Milch, Fleisch, Kokosöl, Palmöl).

Was muss man beachten?

Die Studie war eine Beobachtungsstudie, was bedeutet, dass keine ursächlichen Zusammenhänge nachgewiesen werden können. Außerdem gaben die Wissenschaftler zu bedenken, dass das Zusammenspiel zwischen Ernährung, Darmflora und Gesundheit sehr komplex ist und von vielen Faktoren beeinflusst wird. Es muss also nicht zwingend nur an der mediterranen Ernährung gelegen haben, dass sich das Darmmikrobiom so positiv verändert hat.

Fazit: Was kann man daraus mitnehmen?

  1. Eine mediterrane Ernährung fördert die Gesundheit. Hier gilt jedoch wieder der Grundsatz: Eine solche Kost ist nicht für jeden etwas und gesunde Ernährung ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Trotzdem kann man sich die mediterrane Ernährung als gutes Beispiel nehmen.
  2. Obwohl diese Studie nur an älteren Menschen durchgeführt wurde, scheinen Alter und Gewicht keine Rolle gespielt zu haben, so dass diese Ernährung auch schon für jüngere Menschen denselben positiven Effekt auf die Darmflora haben kann.

Wie sieht deine Ernährung aus?

Wie sehr gleicht denn deine Ernährungsweise der mediterranen? 😉 Schreib mir deine Antwort gern in die Kommentare!

Zum Nachlesen

Nachlesen kannst du die Studie übrigens hier.

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