Über mich

Auf dieser Seite erfährst du etwas über mich und meine Hintergrundgeschichte, meine Ausbildung und was es mit dem Namen “kostbar” für diese Webseite und meinen Podcast auf sich hat.

Meine Geschichte

Alles begann im Jahr 2015.
Zu diesem Zeitpunkt passierte es zum ersten Mal, dass mein Körper mir signalisierte: hier stimmt etwas nicht. Tatsächlich stimmte damals so einiges nicht, denn ich wohnte in einer Stadt, in der ich mich nicht wohl fühlte, hatte einen Job, in dem man mich stark unter Druck setzte, und hatte seit meinem Umzug noch kaum Anschluss an andere Menschen gefunden. Dass es hier auch einen Zusammenhang zwischen diesen Faktoren und meinen Verdauungsproblemen geben könnte, stellte ich jedoch erst einige Zeit später fest, als „Psychosomatik“ kein Fremdwort mehr für mich war. Zunächst einmal hielt ich meine Probleme für eine rein körperliche Sache, gegen die ich etwas tun wollte.

Und so begann die Odyssee.
Ein Arztbesuch folgte dem nächsten, Blutabnahmen, Stuhl- und Ultraschall-Untersuchungen zeigten: Ich war vollkommen gesund. Aber wieso hatte ich dann solche Probleme? Aus den anfänglichen „Befindlichkeitsstörungen“, wie einer meiner Ärzte sie nannte, waren nämlich inzwischen wirklich ausgewachsene Probleme entstanden: Fast jedes Essen bereitete mir Probleme, ständig musste ich darauf gefasst sein, dass mich mein erster Weg nach dem Essen direkt wieder zur Toilette führen würde. Die Lebensqualität sank in dieser Zeit rapide. Ein entspanntes Essen im Restaurant, ein gemeinsames Kochen mit Freunden oder auch nur ein gemütlicher Mädelsabend mit kleinen Snacks? Das waren inzwischen Situationen, die mit Ängsten und Scham behaftet waren.

Währenddessen ging die Suche weiter.
Laktose-Intoleranz-Test, Fructose-Intoleranz-Test und Darmspiegelung zeigten: Ich war gesund (“Diese leichte Reaktion auf Laktose, das kann man eigentlich nicht als Unverträglichkeit bezeichnen”)! Ist das nicht großartig? Meine Freude hielt sich in Grenzen, denn lieber hätte ich einen Namen für das gehabt, was da mit meinem Körper passierte, als weiter in der Ungewissheit zu leben. Denn irgendwann kam unweigerlich immer der Gedanke: Was ist, wenn es etwas wirklich Schlimmes ist?

Das war der Zeitpunkt, wo ich die Dinge selbst in die Hand nahm.
Ich fühlte mich von den Ärzten im Stich gelassen, keiner schien mir helfen zu können, keiner schien auch nur ansatzweise interessiert daran, mal alle Puzzleteile auf den Tisch zu legen und systematisch zusammenzusetzen. Also begann ich meine eigenen Recherchen, probierte in dieser Zeit viele Ernährungsformen und Diäten aus – und verzeichnete erste Erfolge, bis ich dann tatsächlich beschwerdefrei war. Wow! Ich hatte meine Lebensqualität wieder zurückgewonnen. Was für ein krasses, befreiendes Gefühl!

Schade nur, dass es nicht lang anhielt.
Es dauerte etwa ein Jahr, dann traten erneut Symptome auf, teils dieselben, teils andere, zusätzliche. Nun war nicht nur meine Verdauung, sondern auch mein Schlaf beeinträchtigt und meine Hormone funktionierten nicht mehr so wie sie sollten. Ich suchte mir einen Ernährungsberater, denn so konnte es nicht weitergehen. Zunächst folgten weitere Untersuchungen: Messung der Körperzusammensetzung, Magenspiegelung, Hormon-Tests, Allergie-Tests. Alles negativ. Doch das Schlimmste war, dass mein Ernährungsberater mich nicht ernst nahm, meine Probleme belächelte. Noch nie hatte ich mich so im Stich gelassen gefühlt. Ich hatte all meine Hoffnungen in diese Beratung gesetzt, mir so sehr gewünscht, dass ich endlich jemanden gefunden hatte, der mit mir die Puzzleteile zusammensetzte. Ich brach die Beratung ab, fühlte mich erneut im Stich gelassen.

Ich fiel in mein bis dato größtes Tief.
Der zunehmende Schlafmangel zollte seinen Tribut: Ich war müde, antriebslos, fand keine Freude mehr an Dingen, die mir immer Spaß gemacht hatten. Die schlimmsten Tage waren die, in denen ich auf der Arbeit am Schreibtisch saß und mir sogar das Atmen Mühe bereitete. Ich ging auf dem Zahnfleisch, ich war am Ende meiner Kräfte. Ich hatte das Gefühl, meine kostbarsten Lebensjahre zu verschwenden, ich führte Krieg gegen meinen Körper, weil er nicht so wollte wie ich.
Meine Lebensumstände hatte ich in all den Jahren schon mehrfach geändert, ich war in eine neue Stadt gezogen, in der ich mich zu Hause fühlte, hatte mir dort ein stabiles soziales Umfeld aufgebaut – wieso ging es mir immer noch so schlecht?

Es musste erst schlimmer werden, damit es besser werden konnte.
Was mich letztendlich rettete, waren meine Unermüdlichkeit, mein Ehrgeiz, vielleicht auch mein Starrsinn. Ich wollte verstehen, was da in meinem Körper passierte. Ich begab mich dabei auf Pfade jenseits der anerkannten westlichen Medizin, probierte Ayurveda und Traditionelle Chinesische Medizin aus, ging zu einem Heilpraktiker. Ich begann eine Verhaltenstherapie und erkannte, dass es auch einen starken psychologischen Zusammenhang zwischen meinem äußeren Leben und dem, was sich in meinem Inneren abspielte, gab.

Das gab mir neue Hoffnung.
Es gab nochmal etwas, was ich ausprobieren konnte! Nach und nach strukturierte ich also mein Leben neu, ging liebevoller mit mir selbst um und löste meinen größten Stressfaktor auf: meinen Job. Jahrelang hatte ich nicht gemerkt, wie wenig Erfüllung ich in meiner  Arbeit als Online-Marketing-Managerin fand, wie wenig es meine Talente förderte. Doch was sollte ich stattdessen machen? Es dauerte nur einige wenige Monate bis es mir wie Schuppen von den Augen fiel: Was mir am meisten an meinem bisherigen Job gefehlt hatte, war die Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen und etwas Gutes tun zu können.

Kaum hatte ich den Entschluss gefasst, meine Erfahrungen und mein Wissen über Ernährung an andere weitergeben zu wollen, bekam ich im Sommer 2019 ein allerletztes Testergebnis. Und es war positiv. Völlig fassungslos starrte ich auf den Befund, in dem es hieß, ich hätte eine Histamin-Intoleranz. 

Vier Jahre hatte es bis zu dieser Diagnose gedauert.
Vier Jahre! Das möchte ich anderen ersparen, dachte ich mir und fühlte mich in meinem Entschluss, eine Ausbildung zur Diätassistentin zu machen, nur noch bekräftigt. Einen so langen Leidensweg, so viele Stunden mit kraftraubender Recherche, das Gefühl, niemanden an seiner Seite zu haben, der einem half, der die Fäden zusammenführte – nein, das sollte niemand anderes durchmachen müssen.

Und so entstand kostbar – wertvolle Ernährung trotz Einschränkungen.

Wie geht es mir heute?

Nach meiner “Diagnose” der Histamin-Intoleranz machte ich eine Ernährungsumstellung – derzeit ist das die einzige wirklich aussagekräftige Möglichkeit, um wirklich zu testen, ob die Diagnose stimmt. Die Umstellung brachte Erfolge – jedoch nicht in dem Umfang, die ich mir erhofft hatte. Noch immer quälte mich ein Druck durch zu viel Luft im Bauch, noch immer schwankte meine Verdauung zwischen Verstopfung und zu weichem Stuhl. Nun traf mich die Diagnose jedoch in einer Zeit, die sehr stressig war: ein Umzug stand an, ich hatte gerade einen Job gekündigt, in dem man mich wieder einmal stark unter Druck gesetzt hatte und musste noch sehr viele Dinge für den Start meiner Ausbildung organisieren – Stress war also ein Faktor, den ich in dieser Zeit nicht so einfach abschalten konnte und der bei Histamin-Intoleranz jedoch eine große Rolle spielt.

Deshalb gab ich noch nicht auf. Nach und nach konnte ich weitere Stressfaktoren eliminieren, beschäftigte mich zusätzlich mit Entspannungstechniken und hoffte auf Erfolge – die sich einstellten. Heute bin ich weitestgehend und an den meisten Tagen beschwerdefrei.

Gleichzeitig war ich bis Ende 2019 immer noch in Behandlung, denn ich wollte den Ursachen meiner Histamin- und Laktose-Intoleranz auf den Grund gehen. Denn nur, wer die Ursache kennt, kann auch aktiv etwas dagegen tun und nicht nur die Symptome behandeln. Meine Hartnäckigkeit machte sich bezahlt: Wie es schien, waren die Ursachen für meine Intoleranzen ein Ungleichgewicht in meiner Darmflora. Mit der richtigen Aufbau-Kur ging es mir nach einigen Wochen bereits wieder so gut, dass ich ein Lebensmittel nach dem anderen wieder in meinen Speiseplan integrierte – mit Erfolg und ohne Beschwerden. Heute kann ich deshalb bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. von Natur aus blähende Lebensmittel wieder alles essen – und fühle mich so frei und lebendig wie schon lange nicht mehr 🙂

Wie ernähre ich mich zurzeit?

Meine Ernährungsweise hat sich in den letzten Jahren stetig gewandelt, weil ich viel ausprobiert und geschaut habe, was mir guttut. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir dieses Testen Spaß macht und mich zu neuen Rezepten inspiriert, weshalb meine aktuelle Art der Ernährung sicher nicht in Stein gemeißelt ist. Ich verrate dir aber trotzdem gern, wie ich mich zurzeit (also Frühjahr 2020) ernähre: Ich verbiete mir derzeit nichts, esse alles, was mir schmeckt und guttut. Dabei ist meine Ernährung allerdings stark überwiegend vegetarisch, stark zuckerreduziert und mit Fokus auf Vollkorn-Produkten. Zum Frühstück gibt es bei mir meistens Porridge, Müsli oder Brot, mittags und abends esse ich in der Regel warm (da ich auch eine kleine Frostbeule bin 😉 ). Dabei bilden allerlei Arten von Gemüse oft die Hauptzutat.
Diese Art der Ernährung tut mir gut, weil sie mich mit Energie versorgt, ich mich also fit und gesund fühle – außerdem macht sie Spaß und bietet viel Raum für Kreativität! Eine Ernährung, die dir guttut, kann jedoch ganz anders aussehen! Lass dich also höchstens von mir inspirieren, aber finde deine ganz eigene, individuelle Art der guten Ernährung 🙂

Meine Ausbildung

Trotz eines vollständigen Bachelor- und Masterstudiums sowie 6 Jahren Berufserfahrung im Online-Marketing, mache ich seit September 2019 eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Diätassistentin. Warum? Weil es sich immer lohnt, seine Träume zu verfolgen!

In meiner Ausbildung lerne ich alles, was es über unsere Nahrung, ihre Zusammensetzung und ihre Wirkung auf unseren Körper zu wissen gibt. Außerdem lerne ich verschiedenste Krankheiten kennen, die mit der Ernährung in Zusammenhang stehen, und erfahre, wie diese Krankheiten entstehen und wie das richtige, individuell auf den Einzelnen zugeschnittene Essverhalten dazu beitragen kann, den Körper zu entlasten oder sogar zu heilen. Mit dem Abschluss der Ausbildung bin ich befähigt, die Ernährungssituation anderer Menschen qualifiziert zu beurteilen und beratend tätig zu werden – und kann damit endlich meine Leidenschaft und meine Berufung zusammenbringen: anderen Menschen helfen und ihnen durch die richtige Ernährung ihre Lebensqualität zurückgeben.

Auf diesen letzten Schritt freue ich mich schon sehr, doch ich möchte dich auch vorher schon durch meinen Blog, meinen Podcast, meinen Instagram-Kanal und meinen Newsletter auf meine Reise in die Welt der Ernährung mitnehmen, dich an meinen aktuellen Ausbildungsinhalten teilhaben lassen und dich von meinen eigenen Erfahrungen mit guter Ernährung und Intoleranzen profitieren lassen!

Was hat es mit dem Namen "kostbar" auf sich?

Um das zu erklären, muss man wissen, dass ich furchtbar gern lese. Und furchtbar gern mit Worten spiele 😉

Was mir an dem Wort kostbar sofort gefiel, war seine vermeintliche Doppel-Bedeutung: Einerseits, dass etwas wertvoll ist, andererseits, dass etwas essbar ist. Insbesondere an der Bedeutung wertvoll bin ich dann hängen geblieben, denn genau das sollst du bei mir bekommen: wertvolle Tipps für deine individuelle Ernährung und deinen Alltag, ein Gefühl der Wertschätzung und des Respekts für deine ganz eigenen Beschwerden und die schrittweise Wiedererlangung eines wertvollen Körper- und Lebensgefühls.